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Umgang mit Gesundheitsinformationen aus digitalen Quellen

Für den Umgang mit Gesundheitsinformationen aus digitalen Quellen gibt es einerseits ein paar Grundregeln. Andererseits hängt der sinnvolle Umgang mit diesen Informationen auch wesentlich davon ab, in welchem Zusammenhang und mit welchem Zweck Sie gesucht haben.

Zu den hilfreichen Grundgedanken bei der Suche nach digitalen Gesundheitsinformationen und Ihrer Bewertung dieser Informationen gehören:

  • „Ich informiere mich“ ist etwas anderes als „Ich werde informiert“.
  • Warum wollen Sie sich informieren?
  • Wollen Sie sich informieren oder wollen Sie etwas kaufen?


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Darüber hinaus hängt der sinnvolle Umgang mit digitalen Gesundheitsinformationen wesentlich davon ab, zu welchem Zweck Sie Informationen benötigen.

Vorbeugung und Gesunderhaltung

Sie möchten gesund bleiben. Sie möchten Erkrankungen vermeiden und vorbeugen – das nennt man auch Prävention. Wenn Sie jenseits einer Betreuung durch Ihren Hausarzt und notwendige Arzt- bzw. Therapeutenbesuche aus Vorsorgegründen (z.B. beim Gynäkologen, zur Zahnpflege und Zahnkontrolle) zusätzlichen Informationsbedarf sehen, können Sie sich beispielsweise hier informieren. Wichtig ist: Sie entscheiden selbst, wo Sie sich informieren und welche Angebote Sie in Anspruch nehmen.

Eine wichtige Rolle bei der Gesundheitsförderung spielt Ihre Krankenkasse. Informieren Sie sich gern über unsere Präventionsangebote – diese sind qualitätsgeprüft.

Diagnosen

Mit der Frage «Was habe ich» bewegen wir uns in den schwierigsten Bereich, wenn es um Gesundheitsinformationen im Internet geht. Denn mit der Frage und möglichen Antworten sind Unsicherheiten und möglicherweise psychische Belastungen für die Informationssuchenden verbunden. Grundsätzlich gehört die Beantwortung dieser Frage in ärztliche Hände.

  • Selbst- oder Laiendiagnose ist mit und ohne Internet eine schlechte Idee!
  • Foren oder Social Media sind bei diesem Thema nicht für die Informationsgewinnung geeignet!
  • Sogenannte „Symptom-Checker“ können bei der ersten Einschätzung von Krankheitssymptomen helfen. Es besteht jedoch die Gefahr einer Fehldiagnose, Sie sollten sich deshalb nicht ausschließlich auf die Ergebnisse eines Symptom-Checkers verlassen.
  • Ansprechpartner bei ernsthaften oder wiederkehrenden Beschwerden und bei der Suche nach deren Ursachen ist Ihr Arzt.
  • Das Internet eignet sich gut für die Suche nach medizinischen Experten für eine Zweitmeinung.
  • Bei der Suche nach geeigneten Ärzten helfen auch:
    1. die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigungen https://arztsuche.116117.de/
    2. die Suche nach einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung (sogenannte „Weisse Liste“): https://www.weisse-liste.de/
    3. 💲Bewertungslisten und Portale wie jameda oder DocInsider. Auch die Ergebnisse von Google-Suchen enthalten sehr oft Bewertungen. Da es sich hier um Angebote privater Unternehmen handelt, sollten Sie sich vor der Nutzung zu Themen wie beispielsweise Datenschutz informieren. Über die Nutzung eines Angebots entscheiden Sie immer selbst.
  • Bewertungen sind subjektiv und werden nicht zensiert, wenn Aussagen nicht gegen Gesetze verstoßen. In der Tendenz gilt: Je mehr Bewertungen vorliegen, desto aussagekräftiger ist das Gesamtergebnis der Bewertung.

Ohne aufwendige Terminsuche und lange Wartezeiten können Ihnen die Ärzte der TeleClinic an 7 Tagen rund um die Uhr eine medizinische Einschätzung per Online-Sprechstunde geben.

Therapien

Wenn es auf der Basis einer gesicherten Diagnose um die Behandlung geht, helfen folgende Gedankenstützen:

  • Über die Therapie entscheiden der Arzt und SIE – das Internet darf nur Ihr Hilfsmittel sein, um sich Informationen zu beschaffen.
  • Auch für den geeigneten Ort der Behandlung eignet sich das Internet als Rechercheinstrument. Wie im Fall der Diagnose finden Sie mit einer qualifizierten Suche viele Informationen zu behandelnden Ärzten – und auch dazu passende Erfahrungen und Bewertungen.
  • Wenn Sie zu Therapievorschlägen oder -ansätzen recherchieren: Achten Sie auf Belege für die wissenschaftliche Basis der angebotenen Informationen.
  • Weniger geeignet für die Beantwortung der Frage nach der richtigen Therapie sind Online-Foren: Die Erfahrungen basieren oft auf ähnlichen, aber selten identischen Konstellationen.
Patientengespräch im Arztzimmer ePA Daten speichern

Leben mit Erkrankungen

Viele Fragen ergeben sich für Patientinnen und Patienten, wenn eine Erkrankung bei Ihnen diagnostiziert wurde, bei der keine schnelle oder vollständige Heilung in Aussicht gestellt werden kann. In diesen Fällen können digitale Gesundheitsinformationen auf verschiedenen Ebenen hilfreich sein.

  • Wenn es eine Diagnose gibt, können Online-Angebote von Betroffenen- oder Selbsthilfeverbänden hilfreich sein.
  • Sollten Sie über eine Recherche im Internet auf das Online-Angebot einer Organisation gestoßen sein, das Ihr Interesse weckt, nehmen Sie idealerweise per E-Mail oder Telefon Kontakt auf. Verzichten Sie auf die Übermittlung konkreter medizinischer Informationen über Formulare. Beispiele für Verbände sind:
    • Deutscher Multiple Sklerose Verband: https://www.dmsg.de/
    • Deutscher Diabetikerbund: https://www.diabetikerbund.de/
    • Deutsche Krebshilfe: https://www.krebshilfe.de/
  • „Bewusstes“ Recherchieren ist hilfreich: Sie werden auf Angebote stoßen, die kommerziell sind und Leistungen oder Produkte verkaufen wollen. SIE entscheiden, ob und warum Sie möglicherweise offen dafür sind – oder nicht.

Nachsorgethemen wie Rehabilitation und Pflege

In diesem Bereich ist das Angebot an kommerziellen Angeboten größer – ABER hier geht es auch nicht um Diagnosen oder die Festlegung von Therapien. In vielen Fällen wird eine Zuzahlung von Ihnen fällig.

Informieren Sie sich über die Erstattungsrichtlinien Ihrer Krankenkasse. Dazu können auch die Nutzung bzw. der Ausschluss bestimmter Angebote und die bevorzugte oder ausschließliche Zusammenarbeit mit bestimmten Anbietern gehören.

Quiz

Zum Umgang mit digitalen Gesundheitsinformationen bieten wir im Folgenden jeweils zwei Aussagen an. Nur eine davon ist richtig.

(So geht`s: Wählen Sie jeweils die richtige der beiden Aussagen aus.)

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Ihre Meinung ist uns wichtig!
Bitte nehmen Sie sich kurz Zeit ein paar Fragen zu unserem Informationsportal zu beantworten. Der Begriff "Digitale Gesundheitskompetenz" meint dabei Ihre Fähigkeit, im Alltag mit digital verfügbaren Gesundheitsinformationen und -anwendungen umzugehen. Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

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Wie schätzen Sie Ihren bisherigen Wissensstand im Bereich digitaler Gesundheitskompetenz ein?

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Wie schätzen Sie Ihre digitale Affinität generell ein?

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Hat unsere Informationsplattform Ihre digitale Gesundheitskompetenz verbessert?

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Sollten diese Themen aus Ihrer Sicht eher digital oder eher persönlich – z.B. im Rahmen einer Veranstaltung - vermittelt werden?

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